Anwendung im Acker- und Gartenbau
Contans®WG ist ein wasserlösliches Granulat und wird mit herkömmlichen Pflanzenschutzspritzen auf den Boden oder befallene Ernterückstände ausgebracht und unter Verwendung mischender Bodenbearbeitungsgeräte (Fräse, Kreiselegge oder Feingrubber) gründlich und gleichmäßig in den Boden eingearbeitet.
Unter optimalen Bedingungen (Bodentemperatur: 12 bis 25 °C, ausreichende Bodenfeuchtigkeit) benötigt Coniothyrium minitans zwei bis drei Monate, um die Dauerkörper des Krankheitserregers im Boden abzutöten. Aus diesem Grund muss Contans®WG mindestens 2 bis 3 Monate vor einem möglichen Infektionszeitpunkt in den Boden eingearbeitet werden.
Contans®WG wirkt auch bei niedrigen Temperaturen
Bereits bei einer Botentemperatur von nur 5 °C sind die Sklerotien des Krankheitserregers nach einer Behandlung mit Contans®WG innerhalb von 100 Tagen vollständig von C. minitans befallen. Bei Bodenfrost stellt C. minitans sein Wachstum ein, stirbt aber nicht ab. Nachdem die Bodentemperaturen wieder ansteigen, beginnt C. minitans wieder mit der Parasitierung der Sklerotien. Damit ist eine Anwendung von Contans®WG auch über die Herbst,- Winter- und Frühjahrsmonate möglich. Die Zeit bis zur vollständigen Abtötung der Sklerotien ist insgesamt aber länger.
Aufwandmenge
Die Aufwandmenge von Contans®WG ist abhängig von der Einarbeitungstiefe
| Einarbeitungstiefe | 5 – 10 cm | bis 20 cm |
| Gewächshaus | 4 kg/ha | 8 kg/ha |
| Freiland | 2 – 4 kg/ha | 4 – 8 kg/ha |
Zur Behandlung von Ernterückständen wird eine Aufwandmenge von 2 kg/ha empfohlen.
Zulassung
Die Anwendung von Contans®WG ist in allen Sclerotinia-anfälligen Ackerbau- und Gemüsekulturen sowie in Zierpflanzen zugelassen/genehmigt. Diese Zulassungen und Genehmigungen gelten für die Anwendungen unter Glas und im Freiland.
Nach Verordung (EWG) Nr. 2091/91, Anhang II B (II) ist Contans®WG für die Anwendug im biologischen Landbau zugelassen.
Anwendungszeitpunkte
- Vor dem Anbau einer für die Sclerotinia-Fäule anfälligen Kultur.
Bei Kulturen, die über im Boden wachsendes Myzel des Krankheitserregers befallen werden, wird das Mittel 2 bis 3 Monate vor dem Anbau einer anfälligen Kultur angewendet.
Dabei ist darauf zu achten, dass vor dem Anbau einer anfälligen Kultur der Boden nicht tiefer bearbeitet wird, als Contans®WG zuvor eingearbeitet wurde. Anderenfalls gelangt unbehandelter (mit Sklerotien verseuchter) Boden aus tieferen Bodenschichten an die Oberfläche und verursacht eine Infektion an den Kulturpflanzen. - Unmittelbar vor dem Anbau einer anfälligen Kultur, jedoch mindestens 2 bis 3 Monate vor einer möglichen Sclerotinia-Infektion.
Bei Kulturen, die über Askosporen befallen werden, ist eine Anwendung unmittelbar vor der Saat/Pflanzung einer anfälligen Kultur möglich, wenn bekannt ist, dass eine mögliche Infektion frühestens 2 bis 3 Monate nach der Applikation stattfindet.
- Nach der Ernte, vor der Einarbeitung der Ernterückstände in den Boden.
Nach einer Kultur, die von Sclerotinia spp. befallen war, werden die auf dem Feld zurückbleibenden Ernteückstände mit Contans®WG behandelt, bevor sie in den Boden eingearbeitet werden. Dadurch werden die an den Ernterückständen befindlichen Sklerotien des Krankheitserregers direkt kontaminiert und abgetötet. Eine Neuverseuchung des Bodens wird somit wirkungsvoll verhindert. - Vor einer nicht anfälligen Kultur oder vor der Brache.
Contans®WG kann vor einer längeren Brache oder unmittelbar vor dem Anbau einer für den Krankheitserreger nicht-anfälligen Kultur angewendet werden. Damit hat der Antagonist C. minitans ausreichend Zeit, die Sklerotien des Krankheitserregers im Boden bis zum Anbau einer anfälligen Kultur abzutöten.
Dabei ist darauf zu achten, dass vor dem Anbau einer anfälligen Kultur der Boden nicht tiefer bearbeitet wird, als Contans®WG zuvor eingearbeitet wurde. Anderenfalls gelangt unbehandelter (mit Sklerotien verseuchter) Boden aus tieferen Bodenschichten an die Oberfläche und verursacht eine Infektion an den Kulturpflanzen.

